Monte Sant'Angelo ist eine Stadt reich an Geschichte und Volkstum und gewann gegen Ende des 5. Jahrhunderts an Bedeutung, als der Erzengel Michael der Legende nach hier in einer Grotte erschien. Die Langobarden, die damals über Süditalien herrschten, machten die Michaelsgrotte zu ihrem Nationalheiligtum. Bald wurde die Ortschaft zu einem bekannten christlichen Wallfahrtsort, der nicht nur von Pilgern, sondern auch von den nach Jerusalem fahrenden Kreuzrittern, Päpsten und Königen besucht wurde. Man erreicht die Grotte über einen langen und breiten Treppenlauf. Die Bronzetüren entstanden in Konstantinopel im Jahre 1076 und sind ein Geschenk des Edelmanns Pantaleone aus Amalfi. Die Altäre und Bilder, die die Grotte schmücken, sind unmittelbar in die Felswand eingehauen. Hinter dem Altar steht die Marmorstatue des Erzengels Michael, die von dem Bildhauer Andrea Sansovino geschaffen wurde. Im Presbyterium steht der Bischofsthron, der in einen Stein aus dem 12. Jahrhunderts eingemeißelt wurde. Die mehrmals geplünderte Basilika konnte die wertvollen, von Herrschern und Pilgern geschenkten Gegenstände leider nicht bewahren. Zu besichtigen sind außerdem die Peters-Kirche und die mittelalterliche Taufkirche (Grabmal des Rotari), die Kirche Santa Maria Maggiore, die Kirche des Hl. Benedikt und die Kirche des Hl. Abtes Antonius, sowie die Burg und das im ehemaligen Franziskanerkloster liegende ethnographische Museum. |
Reiseführer Monte Sant'Angelo
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