Nach dem Wiener Kongress 1918 bekam Napoleons Witwe, Marie-Louise, das Herzogtum Parma als Entschädigung zugesprochen. Sie brachte weltstädtisches Flair in die Stadt und baute das Teatro Regio, in dem der "Teufelsgeiger" Niccoló Paganini seine ersten Erfolge feierte. Durch ihre Liebe zu Veilchen und deren Duft entstand 1897 das "4711" Italiens. Im Parfümeriemuseum kann man sich über La Vera Violetta di Parma und seine Geschichte informieren. Unter Parmas weiteren Sehenswürdigkeiten sind an erster Stelle der Dom und das achteckige, marmorne Baptisterium am Domplatz zu nennen. Der Dom wurde zwischen dem 11. und 12. Jh. errichtet und enthält u.a. einen Bischofsthron aus rotem Marmor. Das Baptisterium gehört zu den schönsten Sakralbauten Norditaliens und ist überreich mit Malereien, Reliefs und Skulpturen geschmückt. Südlich von Parma liegt San Polo d"Enza, dessen Herrin im 11. Jh. die Markgräfin Mathilde von Canossa war. Sie war die berühmte Vermittlerin im Investiturstreit zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII., den der Kaiser durch den Gang nach Canossa als Büßer zu einem Treffen mit dem Papst zu beenden versuchte. Die Burgruine von Canossa ist zwar stark verfallen, ebenso wie die Ruinen der "Quattro Castella", die überwältigende Aussicht und der historische Hintergrund sind aber dennoch einen Besuch wert. |
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