Dank ihrer Geschichte als Grenzstadt, dem 2000jährigem Hafen und der einmaligen Umgebung von Bergen und Meer ist Triest eine Stadt reich an Schönheiten und Vorzügen. Der antike Name Tergeste, von dem Wort "Terg" abgeleitet, das "Markt" bedeutet, bezeichnete eine Ansiedlung auf dem Hügel San Giusto, entstanden auf dem Platz einer prähistorischen Burg, die dann Ende des 1. Jh. v. Chr. römische Kolonie wurde. Die engen Gassen des Altstadtzentrums - einst von mächtigen Stadtmauern vor den eindringenden Feinden geschützt - öffnen sich in Richtung des neuen, modernen und in stetiger Entwicklung begriffenen Stadtkerns. Von der Piazza Unità d'Italia aus, Stadtkern und traditioneller Treffpunkt der Triestiner, begleiten den Besucher eindrucksvolle neoklassizistische Bauten, deren architektonische Pracht untrüglicher Beweis der während der ersten Jahrzehnte des 19. Jh. andauernden Blütezeit der Stadt ist. Die Piazza zieht sich bis zum Colle di San Giusto hin, wo die Monumente der antiken Stadt liegen. Am Fuß des Hügels kann man die Barockkirche Santa Maria Maggiore besichtigen. Hinter der Kirche befindet sich der Richardsbogen (Arco di Riccardo), eines der römischen Stadttore, die Kaiser Oktavianus im Jahre 33 v. Chr. erbauen ließ. Auf der Anhöhe der Piazza della Cattedrale steht das wichtigste Bauwerk und Symbol der Stadt, die Kathedrale San Giusto. Der aussichtsreiche Kirchenhügel, auf dem auch die Ruinen römischer Bauten zu sehen sind, wird von einer mächtigen Burg überragt, dem zweiten Wahrzeichen der Stadt. Triest ist zu einer Stadt der Geschäfte und des Handels geworden, hat jedoch ihre tief verwurzelten mediterranen Ursprünge niemals verheimlicht oder gar vergessen, sondern einen den südlichen Ländern eigenen Rhythmus und Lebensfreude bewahrt. Nur schwer kann man dem Ruf der zahlreichen Straßencafés widerstehen, sich eine Pause zu gönnen, in der die Gedanken auf Reisen gehen: hinunter zum Hafen, wo die Stadt ins Meer einzutauchen scheint. Nur wenig entfernt liegt auf den steil zum Meer abfallenden Klippen das Schloss von Duino, einstmals Sitz des Lehensherren des Patriarchats von Aquileia. Der Zauber dieses Ortes inspirierte unter anderem Rainer Maria Rilke zu seinen "Duineser Elegien". Heute ist Duino dank des "Collegio del Mondo Unito dell'Alto Adriatico" ein kleines Zentrum internationalen Rufs. In der Gemeinde Triest befindet sich außerdem das Schloss von Miramare aus dem 19. Jh., das von einem schönen italienischen Garten umgeben ist, und die Riesengrotte, eine große natürliche Höhle mit einem 115 m hohen Gewölbe. |
Reiseführer Triest
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