Udine ist die wichtigste Stadt im Friaul. Seit dem 13. Jh. gewann sie immer mehr Bedeutung auf regionaler Ebene und wurde von da an auch immer größer. Der Übergang an die Republik Venedig, der das Ende von Udines politischer Autonomie bedeutete, brachte eine weitere Verschönerung der Stadt mit sich, die heute im wesentlichen ein venezianisches Aussehen hat, das von Umbauten herrührt, die zwischen dem 15. und 18. Jh. ausgeführt wurden. Mit seinen Gotik- und Renaissancebauten um die zentrale Piazza della Libertà wirkt Udine wie ein festländisches Klein-Venedig.
Besonders sehenswert sind in Udine der Dom S. Maria Annunziata an der Piazza del Duomo und die Loggia di S. Giovanni. Der Renaissancebau mit Uhrturm ist heute ein Gefallenenehrenmal. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Kastell, die ehemalige Residenz der Patriarchen und venezianischen Statthalter, früherer Sitz des friulanischen Parlaments. Im Inneren sind vier Museen untergebracht.
Sehenswerte Ortschaften in der Provinz Udine sind außerdem Lignano Sabbiadoro, ein wichtiger Bade- und Touristenort, Palmanova mit seiner berühmten sternenförmigen Festung, die Villa Manin von Passariano (eine zauberhafte venezianische Villa, das Haus des letzten Dogen von Venedig) oder das von den Römern gegründete Zuglio, heute ein archäologisches Zentrum. |