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 Reiseführer La Spezia

La Spezia ist eine moderne Stadt, die ihre Entstehung dem Bau eines Marinearsenals (Arsenale Militare Marittimo) in den Jahren 1860 bis 1865 verdankt. Entworfen wurde das Arsenal von dem Architekten Cavour, ausgeführt wurde der Bau unter Domenico Chiodo. Die Stadt ist ideal gelegen - direkt in der Mitte des Golfbogens - und erfreut sich eines ausgesprochen milden Klimas. Einzigartig sind der Panoramablick und die herrliche Uferpromenade. Auffallend ist die moderne Kathedrale. In der Kirche S. Maria Assunta kann man ein Glasfenster von Andrea della Robbia bewundern, das die Krönung der Jungfrau Maria darstellt, sowie Wandmalerein von Fialsella (Mariä Himmelfahrt), von Lomi und von Casoni ("Die wunderbare Vermehrung des Brotes"). Der Golf von La Spezia wird auch Golfo dei Poeti genannt. Nach Westen hin trifft man als ersten Ort auf Le Grazie, das sich in eine natürliche Bucht schmiegt. Es lohnt sich, dort dem Kloster der Olivetaner (Convento degli Olivetani) einen Besuch abzustatten.

Unbedingt empfehlenswert ist ein kurzer Aufenthalt in Porto Venere. Der malerische Ort aus dem 13 Jh. mit seinen farbigen Häusern genuesischen Baustils bewahrt heute noch etwas vom Zauber versunkener Zeiten. Zu erwähnen sind weiterhin das genuesische Kastell und die Kirche S. Lorenzo, die im Jahre 1130 geweiht und in den Jahren 1931-1935 vollständig renoviert wurde. Sie enthält bedeutende Kunstwerke, wie z.B. das Mino von Fiesole zugeschriebene marmorne Altarbild, das Bild der Weißen Madonna (Madonna Bianca) aus dem 14 Jh., das Triptychon aus dem 15 Jh. und einen "Schatz" in Form kostbarer Elfenbeinkästchen von arabischer, phönizischer und byzantinischer Herkunft. Am äußeren Ende des Felsvorsprungs steht die alte Kirche S. Pietro, die im Jahre 1277 auf bereits vorhandenen Fundamenten des 6 Jh. erbaut wurde. Für Bade- und Naturferien gleichermaßen bietet sich die Insel Palmaria an, die man mit kleinen Fährschiffen von Porto Venere aus erreichen kann. Sie ist ein üppiger, an Stränden und Felsen reicher Naturpark. Viele Pfade laden zu Streifzügen durch die Natur ein. Darüber hinaus werden, wie überhaupt im gesamten Bereich des Golfs, Möglichkeiten zur Ausübung von Wassersport geboten. Porto Venere verfügt über zahlreiche Hotels aller Kategorien und gute Badestrände. Gastronomische Spezialitäten an der westlichen Küste des Golfes sind Miesmuscheln (datteri di mare), Venus- oder Herzmuscheln (tartufi) und eine Vielzahl von Fischgerichten, die in praktisch allen Trattorien angeboten werden.
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