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 Reiseführer Portofino

Schon vor 2000 Jahren war Portofino ("Portus Delphini") ein Ort mit ansässigen Korallenfischern und wurde in der römischen Geschichtsschreibung erwähnt. Auch dieses Fischerdorf blieb von dem aufkommenden Fremdenverkehr zur Riviera im 19. Jh. nicht verschont und nach dem 2. Weltkrieg entwickelte es sich zu einem beliebten Reiseziel des Jet-set. Obwohl sich der kleine Ort das Bild eines Fischerortes bewahrt hat, sieht man heute dort eher Prachtyachten im Hafen anlegen als alte Fischerboote. Den Naturpark Portofino mit seinen 3 km langen Wegen hoch über dem Meer sollte man unbedingt zu Fuß erkunden. Hier raubt die Mittelmeermacchia den Olivenhainen die Schau. Hier begegnen sich schattenspendende, kühle Wälder und spontane Vegetation. Von San Rocco durchzieht ein hervorragend markiertes Wegenetz den gesamten Park. Von hier aus steigt man auf einem malerischen Weg hinunter zur Punta Chiappa, einer enormen, ins Meer ragenden Steinformation und trifft unterwegs auf die unter historischen und architektonischen Gesichtspunkten äußerst interessante romanische Kirche San Nicolò di Capodimonte.

Ganz in der Nähe von Portofino liegt die uralte Benediktinerabtei San Fruttuoso. Sie wurde bereits im 8. Jh. gegründet und liegt malerisch an einer von steilen Hängen überragten Bucht in einem kleinen Fischerdorf. Man erreicht sie entweder per Schiff von Portofino aus oder zu Fuß. Hier ließen sich im 13. Jh. Mitglieder der genuesischen Adelsfamilie Doria begraben. Ende August gibt es immer ein stimmungsvolles Fackelfest zu Ehren des Schutzpatrons der Unterwasserfischer. Am Eingang der Bucht befindet sich in einer Tiefe von 17 m die Statue des "Christus in den Tiefen". Sie ist ein erklärtes Exkursionsziel jedes leidenschaftlichen Unterwassertauchers und kann dank des klaren Wassers auch von einem Schiff aus bewundert werden. Nördöstlich von Portofino liegt Rapallo, die namensgebende Stadt für den "Rapallo-Vertrag" zwischen der Weimarer Republik und Russland 1922. Symbol der Stadt ist eine kleine Burg am Hafen und rund um die hoch gelegene Wallfahrtskirche Madonna di Montallegro (16. Jh.) findet Anfang Juli immer ein Sommerfest mit Feuerwerk statt.

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