Mantua ist eine berühmte Kulturmetropole inmitten der Poebene. Der Fluss bestimmt hier Alltag und Lebensrhythmus und beschert stimmungsvolle Landschaftsbilder.
Um das Jahr 1000 lag die Herrschaft hier in den Händen der Familie Attoni di Canossa, deren letztes und berühmtestes Mitglied die Markgräfin Mathilde war. Nach dem Vorbild des Heiligen Grabes von Jerusalem ließ Matilde von Canossa die Rotonda von S. Lorenzo mit eindrucksvollen Innenräumen, Wandelgang und Galerie errichten. Sie befindet sich auf der schönen Piazza delle Erbe.
Die berühmte Herrschaft der Gonzagas, einer der größten Herzogsfamilien Italiens, begann 1328, als Luigi Gonzaga die Macht in Mantua an sich riss. Sie behielten sie 400 Jahre lang und ohne sie wäre Mantua nicht das, was es ist. Ihre Residenz war der Palazzo Ducale, der zwischen dem 13. und dem 18. Jh. zu einer "Stadt in der Stadt" mit 500 Räumen anwuchs. Er liegt im historischen Zentrum, das durch drei im 12. Jh. angelegte Seen von Industrie und Verkehr abgeschirmt wird.
Mittelalterliche Bauten der Stadt sind die Rundkirche San Lorenzo, der Palazzo del Podestà und der Palazzo della Raggione. Leon Battista Alberti erschuf im 15. Jh. die Kirche Sant"Andrea und die Kirche San Sebastiano. Besonders eindrucksvoll ist der "Saal der Giganten" im Palazzo Te aus dem 16. Jh.
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