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 Reiseführer Pavia

Pavia ist eine jahrhundertealte Universitätsstadt und war zur Zeit der Langobarden Hauptstadt des italischen Reiches. Heute ist die Stadt das wichtigste Industriezentrum der Provinz und eine lebendige Kulturmetropole. Die Altstadt ist für Privatautos gesperrt. Die regelmäßige Anlage der Straßen, verbliebenes Erbe der römischen "castrametatio", ist noch heute der bestimmende Eindruck des Zentrums Pavias. Neben den historischen Monumenten bietet Pavia eine Fülle sehenswerter Viertel mit noch größtenteils vollständig erhaltenen Straßenzügen aus dem Mittelalter bis ins Barock. Vom Kastell bis zum Fluss Ticino zieht sich die Strada Nuova hin, Pavias Hauptstraße, an der das Rokokotheater Fraschini und die 1485 errichtete Universität liegen. Die Straße endet am Ponte Coperto, einer 181 m langen, überdachten Holzbrücke über den Ticino.

Bekanntestes Denkmal der Stadt ist die von der Familie Visconti erbaute Grabkirche, die Certosa (Kartause) von Pavia. Sie besitzt eine herrliche und detaillierte Marmorfassade und wurde von Kartäusermönchen verwaltet. Im Querhaus steht ein für Ludovico il Moro und seine Frau Beatrice d'Este errichtetes Grabmal, daneben liegt Gian Galeazzo bestattet. Westlich der Provinzhauptstadt dehnt sich das Reisanbaugebiet der Lomellina aus. Seit dem 15. Jh. wird in der Poebene Reis angebaut, denn das nötige Wasser ist hier reichlich vorhanden: Im Frühjahr werden die Felder künstlich unter Wasser gesetzt, bis sie einen bläulich-grünen See bilden. Der im Herbst geerntete Reis ist Zutat für die unzähligen italienischen Risotto-Rezepte.

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