Noto erhebt sich wenige Kilometer von der ionischen Küste. Bis 1817 war es Hauptstadt des gleichnamigen Tals auf den Überresten einer früheren Ansiedlung, die ein Erdbeben im Januar 1693 zerstörte. Dieses Erdbeben war der tragische Grund, weshalb in Noto der Barock wie nirgendwo sonst triumphieren konnte. Hier fand dieser Stil zu bizarren, fantasievollen Formen. Eine Kommission kümmerte sich um die Planung und den Wiederaufbau der Stadt, wobei Militäringenieure und Architekten unterschiedlichster Nationen beteiligt waren. Das Ergebnis der Arbeiten gehört zu den interessantesten und innovativsten Experimenten der Stadtplanung zwischen dem 17. und 18. Jh. Die Knotenpunkte der gitterartigen Anlage des Straßennetzes sind die Piazza del Mercato und die Piazza del Duomo. Die Baumeister haben in den Details und den plastischen Verzierungen ihre ganz persönliche Inspiration umgesetzt. |
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