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Ort: Italien > Toskana
Erstellt von: italienfan
Die wohl bekannteste Region Italiens ist eindeutig die Toskana. Viele gute Weine und Olivenöle haben hier (im wahrsten Sinne des Wortes) ihre Wurzeln. Überall kann man Bilder der Region mit den schönen runden Hügeln und harmonischen Landschaften kaufen und damit seiner Wohnung eine südländische Note verpassen. Die Deutschen sind in einem wahren Toskanafieber – kein Wunder, denn hier lassen sich die Wünsche aller Familienmitglieder erfüllen. Bei uns war das so, dass wir Kinder hauptsächlich am Meer Urlaub machen wollten, egal wie viel Kultur, Sehenswürdigkeiten und Monumente in der Nähe waren. Wir waren zufrieden, wenn das Meer in einigen Buchten ein paar Wellen hervorbrachte und in anderen Buchten so ruhig war, dass man schnorcheln konnte. Unsere Mütter waren froh, dass den Stränden immer schöne Pinien- und Macchienwälder vorgelagert waren, so dass man sich immer wieder abkühlen konnte und keinen Hitzeschlag bekam. Außerdem werden die meisten Strände auch ganz gut von (knackig braunen) Bademeistern bewacht, die zwar öfter auch mal den Blick vom Wasser abwenden, aber die Strömungen sehr genau kennen. Die gefährlichen Strömungen treten zwar relativ selten auf, aber wenn Sie auftreten, wird meistens sofort ein absolutes Wasserverbot ausgehängt und nicht umsonst bekommt man eine gehörige Standpauke, wenn man trotz roter Fahne ins Wasser geht. Daher können auch die Eltern relativ entspannt den Strandurlaub genießen, unsere Väter meistens beim Boccia – Spielen und die Mütter beim Austausch der neusten Neuigkeiten. Abends sind wir dann, zur Freude aller, in ein schönes Bergdörfchen gefahren und Pizza essen gegangen. Danach konnte man es den Italienern gleich tun und in der Stadt umherbummeln und Süßigkeiten, Schmuck oder Souvenirs kaufen. An etwas kühleren Tagen planten unsere Eltern Ausflüge in alle möglichen Städte, Bergdörfchen und Naturreservate. Von den Städten hat mir (und das, obwohl ich als Kind ein ausgesprochener Kulturmuffel war) vor allem Siena mit dem schwarz-weiß gestreiften Dom und natürlich Pisa mit dem Schiefen Turm gefallen. Noch schöner fand ich es allerdings, mit dem Auto durch das toskanische Hinterland und Berge zu fahren und kleine Besichtigungszwischenstopps (mit Eis in der Hand) einzulegen. Obwohl die meisten Touristen nur die Strände der Toskana kennen, ist die Landschaft im Hinterland sehr reizvoll und sieht noch ursprünglich und unangetastet aus. In den Bergen versteckt liegen oft Maare, Wasserfälle und Grotten, die man nur mit Hilfe von Einheimischen findet. Leider kann ich nicht mehr sagen, wo es genau lag, aber als wir durch die Berge fuhren und an einem einsamen Kiosk hielten, verriet uns der Besitzer, wo man sehr schön Baden könne. Wir suchten einige Zeit und fanden dann ein Maar mit bizarr blauem Wasser und lehmigem Boden. Wir sind noch einige Male dort schwimmen gegangen, weil das Wasser so schön klar – und eine Abwechslung zum Meerwasser war. Ein anderes Mal hatten wir wieder Glück und ein Italiener verriet uns, dass es in der Nähe ein Wasserfall mit Möglichkeit zum Baden gab. Der Wasserfall fiel in drei Stufen nach unten, wobei auf jeder Stufe ein Becken war, in dem man in dem eiskalten Wasser baden konnte.
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