Bozen war von jeher ein Ort der Begegnung zwischen Nord und Süd. Als im 13. Jh. die Dominikanerkirche erbaut wurde entstand ein Beispiel der Verschmelzung venezianischer und nordischer Malerei. Im 18. Jh. erlebte Bozen seine große Blütezeit. Messen und Märkte, vor allem aber die von Claudia de'Medici verliehenen Privilegien, brachten Reichtum in die Stadt. Sichtbares Zeugnis ist der barocke Merkantilpalast mit angeschlossenem Merkantilmuseum unter den historischen Lauben. Aus der Schweiz kamen Mitte des 18. Jh. die Benediktiner Chorherren nach Bozen und bauten ein herrliches barockes Kloster mit Fresken von Martin Knoller und einem alten Schnitzaltar in der Pfarrkirche. Bozen liegt auf 265 Metern über dem Meeresspiegel in einem bergumkränzten Talkessel. Drei Bergbahnen schwingen in wenigen Minuten auf mehr als 1000 Meter. Gut ein Siebtel des Gemeindegebietes ist mit Weinstöcken bepflanzt. Aus 27 Kellereien steigt im Herbst der Geruch frischgegorener Trauben. Über der Stadt, in den Dolomiten, liegt das sagenumwobene Reich des Zwergenkönigs Laurin. Im Abendrot glühen die Rosen im verwunschenen Garten. Südtirol ist das Land der Burgen und Schlösser. Drei der schönsten der insgesamt mehr als 400 stehen im Umland Bozens. Runkelstein die Bilderburg wurde schon im 13. Jh. auf dem trutzigen Felsen vor der Stadt erbaut. Ende des 14. Jh. entstand dann der weltberühmte Freskenzyklus von Tristan und Isolde, Spieler und Gespielinnen, Riesen und Zwergen. Das Tagungszentrum Schloss Maretsch liegt mitten in den Reben rund um Bozen. Auf Schloss Sigmundskron wurde 1957 mit der Verkündigung des "Los von Trient" Geschichte geschrieben, womit Südtirols Autonomie begann. |
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