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Verona am Abend
Ort: Italien > Venetien > Verona
Erstellt von: stephi
[img]1015[/img] Kurz nach der Ankunft in Verona fühlte ich mich pudelwohl in der Stadt, die eine warme und harmonische Atmosphäre hat. Leider konnte ich nur einen Abend in der Stadt von Romeo und Julia verbringen, also machte ich mich auf den Weg, um möglichst viel zu sehen. Die Stadtmauer ist gut erhalten und sieht sehr alt und schön aus. Im Zentrum ist Abends alles angestrahlt, was die Monumente noch edler wirken lässt. Sehr gut gefiel mir die Arena di Verona vor dem großen Platz, wo Cafés und Bars ihre Gäste im Freien bedienen, so dass hier immer Leben herrscht. Weiter lief ich in Richtung Balkon der Julia und kam an einer Vielzahl von beleuchteten Geschäften vorbei. Zum Glück war es Abend, so dass mein Bankkonto keinen größeren Schaden erlitt, am Tag dürfte es allerdings keiner Frau gelingen, dem Shoppingfieber, das hier aufkommt, zu widerstehen. Der Balkon der Julia war zu dieser späten Stunde leider schon durch ein großes Gittertor versperrt, trotzdem konnte ich einen kleinen Eindruck durch die Gitterstäbe hindurch gewinnen: Der Hof, der die Statue der Julia umgibt, muss einst schön und romantisch gewirkt haben. Die Telefone und die Bekritzelungen an den Wänden verschandeln ihn allerdings ziemlich stark. Ein kleines Stück weiter links liegt die „Piazza delle Signorie“, ein wunderschöner Platz, den man sich unbedingt anschauen sollte. Man legte hier anscheinend Wert aufs Detail: Die Fassaden der Häuser, die den Platz begrenzen, sind mit Gemälden verziert und überall auf dem Platz verteilt stehen kleine und größere Monumente aus verschiedenen Epochen. Durch einen Torbogen ging ich weiter zur „Piazza delle Erbe“, die auch von schönen alten Häusern umgeben ist, allerdings gerade restauriert wird. Da der Platz abends nur schwach beleuchtet wird, ist er für eine Frau alleine nicht gerade das ideale Sightseeingziel. Ab hier lief ich noch ein bisschen kreuz und quer durch die Straßen und Gassen der Stadt und kam an einer kleinen Ausgrabungstätte, wo sich viele Jugendliche in den Bars in der Nähe die Zeit vertreiben, vorbei. Dann machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel, das außerhalb der Innenstadt lag, und ging in einer gemütlichen und sehr originell eingerichteten Trattoria in der Nähe der Via de Capuleti essen. Auch die Teller hatten originelle Formen und das Essen war frisch und lecker, so wie es in einer italienischen Trattoria sein muss. Bewusst bin ich außerhalb des Zentrums essen gegangen, weil mir von einigen Leuten erzählt wurde, dass es hier um Klassen besser ist, als in der Innenstadt. Ich werde auf jeden Fall wiederkehren, um Verona auch mal bei Tageslicht zu erkunden. [img]982[/img]
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